Freitag, 15. Februar 2013

Im Test | Vegane Deocreme ohne Aluminium von Wolkenseifen

Als ich mich vor vielen Jahren begann für Kosmetik, Pflege und andere schöne Dinge zu interessieren, bemerkte ich irgendwann, dass mir schön aussehen nicht mehr reichte. Ich beschäftigte mich immer mehr mit Inhaltsstoffen und der Herkunft einzelner Rohstoffe, so dass Naturkosmetik nach und nach einen immer größeren Stellenwert in meinem Badschrank bekam. In diesem Zuge stolperte ich natürlich auch über diverse Artikel zum Thema Aluminium in Deodorants. Ich bin eines dieser Menschenkinder, die unter den Achseln am liebsten  nach gar nichts riechen. Das ist mit aluminiumhaltigen Deos schon manchmal mal eine Kunst. Sollte mir dies jemals mit purer Natur gelingen? 

Bei Deos muss dabei in Desodorants und Anti-Transpirantien unterschieden werden. Letztere enthalten Aluminium, das die schweißproduzierenden Poren zusammenziehen und neben der Geruchs- auch die Feuchtigkeitsbildung hemmen. Aluminium steht seit langem in Verdacht sich im Laufe der Zeit im Brustgewebe abzulagern und Beschwerden bis hin zu Brustkrebs auslösen zu können. Deodorants hingegen wirken nur anhand von Duftstoffen, die Gerüche überdecken und anhand von antimikrobioellen Substanzen die das Bakterienmilieu so verändern, dass es gar nicht erst oder kaum zur Geruchsbildung kommt.

Ich testete mich also durch einige (viele!) Produkte und tatsächlich kristallisierten sich irgendwann Favoriten heraus. So perfekt, dass ich komplett auf konventionelle Deos verzichten konnte/mochte war es jedoch aber nie. Am Ende blieb ich beim aluminiumhaltigen Triple Dry Roll-On von Lornamead und dem aluminiumfreien Silber-Deo Intensiv von Bioturm. Ersteres ist bei mir eine absolut sichere Bank. Es wirbt damit 72 Stunden zu wirken und diese Zeit würde ich garantiert locker durchhalten. Letzteres ist mein absoluter Favourit aus dem NK-Bereich: Es riecht leicht nach einen Babypflegeprodukt und wirkt ohne Aluminium fantastisch gut. Ich rieche nicht und werde unter den Achseln auch nicht nennenswert feucht. Meist trage ich das Triple Dry alle zwei Tage abends nach der Dusche und das Silber-Deo täglich morgens auf.

Klingt quasi perfekt. Aber was wäre ich für ein Beauty-Blogger, wenn ich mich nicht immer an neue Abenteuer wagen würde? Ganz zu Beginn meiner Recherchen vor etlichen Jahren stieß ich in einem Forum auf die Produkte von Wolkenseifen. Besonders die Deocreme wurde überall hoch gelobt. Das besondere an Deocremes á la Wolkenseifen ist die besondere Verbindung aus Kokosöl und Natron. Beides verändert den ph-Wert und somit das Milieu der Haut so, dass unangenehm riechende Schweißbildung deutlich vermindert werden kann. Zudem wirkt es leicht antibakteriell. Wie stark dieser Effekt ausfällt hängt dabei sehr von der persönlichen Hautchemie ab. In einigen Fällen soll sogar Kokosöl allein bereits ausreichen. Da dies aber leider nicht bei allen Menschen der Fall ist, ergänzt Natron die Wirkung des Öles hervorragend und sehr wirksam.

Ich liebäugelte also immer wieder, irgendwie kam es aber nie zum Kauf. Zwischenzeitlich rührte ich mein Deo sogar selbst (Standesgemäß aus Kokosöl und Natron), machte damit allerdings keine guten Erfahrungen. Zwar war die geruchshemmende Wirkung top, dafür reagierte meine Haut auf die ständige leichte Feuchte durch das Öl und die mechanische Reibung durch die Natronkrümelchen. Ich gab mein Vorhaben in diese Richtung und somit auch in die hin zu Wolkenseifen also schnell wieder auf.

Bis vor zwei Wochen. In einem leichtsinnigen Moment bestellte ich mir zwei Pötte, in der Duftrichtung Weekender (ein frischer Wäscheduft) und Coquette (vanillig-fruchtig-kokosnussig). Freudig trug ich eines der beiden abends nach der Dusche und dann am darauffolgenden Morgen auf......und war bereits einige Stunden später ernüchtert. Juckende, rote Achseln und kleine Pickelchen all over. Ich war kurz davor alles gefrustet in die Ecke zu schmeißen. Nach einem Gespräch mit der liebsten Freundin, die parallel ebenfalls testete, beschloss ich aber den Beiden noch eine Chance zu geben und zuerst einmal meine Dosis zu reduzieren. Statt zweimal am Tag trage ich das Deo nur noch einmal auf und verwende dazu noch eine deutlich geringere Menge als die ersten beiden Male. Und das ist auch gut so!

Innerhalb von zwei Tagen klangen die Beschwerden ab und ich erfreue mich mittlerweile gut duftender, natürlicher Haut unter den Armen. Das Geheimnis war (Und wäre es sicherlich auch in der Vergangenheit schon gewesen...) tatsächlich die Dosis. Weniger Produkt = weniger Öl = schnelleres und besseres Wegziehen. Dadurch weniger Reizung der Haut, die somit die ebenfalls minimierte Natronmenge besser verknusen konnte. 
Im alltäglichen Gebrauch mit normaler Anstrengung bleiben meine Achseln absolut trocken und geruchslos. Im Härtetest (Abgehetztes Radfahren in Regenkleidung ;)) wird die Haut leicht feucht und gegen Ende des Tages rieche ich nicht mehr ganz so blütenrein. Von Schweißgeruch zu sprechen wäre zuviel gesagt, aber ich rieche dann eben nicht mehr nach frischer Wäsche, sondern nach "Mensch". Dafür bleiben bisher Schweiß- und Deoflecke sowie weiße Rückstände durch sehr austrocknendes Deo aus. Meine Achseln sehen aus, wie die Achseln einer Frau aussehen sollten. Keine Flecken, keine trockenen Stellen. Mittlerweile ist das dritte Deo mit dem Geruch der Creme in der blauen Dose zu mir auf dem Weg.  Mittlerweile besitze ich nun das dritte Döschen in neckischen Pin-Up-Design, diesmal mit dem Duft der blauen Creme aus Deutschland;)

Wie es im Hochsommer aussehen wird vermag ich natürlich noch nicht zu sagen. Bis jetzt bin ich allerdings sehr zufrieden und alleine das Wissen nur "gute" Zutaten gepaart mit himmlischen Düften an meine Haut zu lassen gibt mir ein wohliges Gefühl. Wenn ich zu 120% sicher gehen will, werde ich sicherlich weiterhin auf den Triple-Dry Roll-On zurückgreifen, für alle anderen Tage sieht es aber so aus, dass sich die Deocremes von Wolkenseifen zum Mittel der Wahl entwickeln werden. 

Die Deocremes gibt es in zwei verschiedenen Größen (4,50 €/25 ml, 6,50 €/50 ml) und sie halten ewig! Erhältlich sind sie in verschiedenen Duftrichtungen, von frisch über fruchtig, von süßlich bis schwer. Auch für Männer und empfindliche Häuter ist etwas dabei.


Kommentare:

  1. Danke für deinen Bericht :) Ich will mir die Deocremes auch demnächst kaufen, allerdings hält mein Deostick von The Body Shop immer eeeeewig, das letzte hatte ich glaube ich fast ein Jahr o.O

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  2. Hihi, siehst du...wie guuuuhuuut, dass ich dich überzeugt habe noch länger zu probieren! :)

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  3. Ach, die sind ja anscheinend nicht nur gut, sondern sehen auch noch super süß aus. Ich glaube, das ist was für mich. :D

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  4. Ich möchte nicht mehr ohne die Wolkenseifen Deocremes sein. Obowhl ich doch einige Sorten Zuhause habe, ist die Traumstunden Deocreme mein absoluter Favorit. Bei fast täglichem Gebraucht seit Juli 2012 ist die Dose gerade mal halb leer :)

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  5. die deocremes sind top :) ich verwende sie nun schon ein weilchen und bin sehr zufrieden :)

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  6. Kennst Du schon Jukona? Das ist Deo ohne Aluminium und wirn in der Nähe von Nürnberg hergestellt. Wie es mit "vegan" aussieht weiß ich nicht. Aber da kann man sicher nachfragen. Ich verwende das Deo seit einem halben Jahr und bin sehr zufrieden! http://www.jukona.de/index.php/artikelliste/kategorie/neu-deodorant.html

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    1. Hallo Lisa,

      ich habe damals die Entwicklung und die ersten Tests des Jukona Deos sehr intensiv verfolgt. Leider war es damals nicht möglich das Deo vegan herzustellen. Hat sich das mittlerweile geändert?

      Viele Grüße
      Kathrin

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