Montag, 27. August 2012

Mein Wochenende: Kunst, Kopfschmerz und leckeres Essen.


Dieses Wochenende hätte beinahe unter dem Motto "Das verschenkte Eintrittsgeld" gestanden. Zum Glück kam es anders.

Den Großteil des Samstags verbrachte ich im Bett, da der Wetterumschwung mir herrlichste Kopfschmerzen bereitete. Ich fühlte mich mal wieder wie nach einer durchzechten Nacht.
So hatte ich immerhin viel Muse, um in meinen neuen Yoga-Magazinen zu blättern. Leider verhält es sich bei mir mit denen so wie mit Kochbüchern: Ich lese sehr gerne und viel, komme aber - leider - selten dazu etwas umzusetzen. 

Am Samstagabend fand dann wieder die jährliche Museumsnacht in Lübeck statt. Alle Museum und viele Kirchen der Stadt sind geöffnet und überall gibt es zusätzlich musikalische, künstlerische sowie kulinarische Beiträge. Man zahlt einmalig 10 € (ermäßigt 5€) und kann in die Nacht lustwandeln. Letztes Jahr nahm ich das erste Mal teil und war absolut begeistert. Die Stimmung, die Musik, alles passte wunderbar zusammen.

Dieses Jahr war es leider eher ernüchternd. Die Licht-Ambient-Installation in der St. Katharinen-Kirche fehlte gänzlich, ebenso die mittelalterliche Musik im Burgkloster. Zwei meiner absoluten Highlights. Das Ersatzprogramm kam leider nicht ganz mit. Das Naturkundemuseum auf das ich mich besonders gefreut hatte, baut gerade um, so dass viele Exponate gar nicht zu sehen waren. Die Innenstadt war zum Teil dunkel und menschenleer, es scheinen deutlich weniger Besucher_innen als das letzte Mal gekommen zu sein. Wahrscheinlich aufgrund der schlechten Wettervorhersage.
Oder fehlte einfach der "Aha-Effekt" von Vorjahr? 

Negativ fiel mir leider auch die hohe Kinderzahl auf. Versteht mich nicht falsch. Ich bin absolut dafür mit Kindern Museen und andere kulturelle Orte zu besichtigen. Aber muss das abends um 22.30 sein? Die Kinderkarren nahmen in den engen Gebäuden viel Platz weg, die Kleinkinder sahen nur Beine (denn für Kinder muss es immer noch wahnsinnig voll gewesen sein!) und die Größeren waren irgendwann so müde-aufgekratzt, dass sie durch ihr Rumgerenne und Gekreische viele Leute, die deutlich weniger tolerant sind als ich und die Nacht genießen wollten, störten. Sicher wird nicht jeder einen Babysitter gefunden haben oder sich einen leisten können. ICH als Mutter würde dann aber zum Wohle meines Kindes auf den Ausflug verzichten. 

Am Ende erfreute ich mich im Garten des Willy-Brandt-Hauses eines Cocktails, bestaunte die Gemälde von Caspar David Friedrich und Co. und gönnte mir im Naturkundemuseum doch noch ein paar Ohrringe aus Feuerstein. Früher trug ich meist unauffällige Perlen, die für mich ja nun nicht mehr in Frage kommen. Meine neuen Schmuckstücke scheinen da ein würdiger Ersatz zu sein.

Ausklingen ließen wir den Abend dann im Domhof neben dem Naturkundemuseum, in dem in einem riesigen Glasanbau ein Pottwalskelett zu bestaunen ist. Eine wahrlich skurrile Stimmung zwischen Wal und Kirchenbau, musikalisch begleitet von einer Mischung aus Punk-Balkan-Klezmer-Musik. 

Sonntag stand die Neue Energien Messe in Geesthacht auf dem Programm. An sich für die meisten wohl keine spannende Angelegenheit, da sie sich hauptsächlich an "Menschen von Fach" richtete und hauptsächlich Bauunternehmen, Energiefirmen und Co. anwesend waren. Nach einem kräftigen Regenschauer, den wir mit einem völlig überteuerten, stinknormalen Kaffee (2€) in den Zelten verbrachten, entdeckte ich dann aber endlich den kleinen Stand auf den ich es abgesehen hatte:
Das vegetarisch-vegane Restaurant Zugspitze aus Lauenburg. 

Bis kurz vor der Messe wusste ich nicht einmal etwas von der Existent dieses Ortes, umso mehr freute ich mich, dass ich nun in den Genuß der Köstlichkeiten kommen sollte. Der angebotene Kürbiseintopf war leider aus, so dass ich mich für die Penne mit Sommergemüse entschied. Mit 5€ sicherlich nicht ganz billig, dafür aber frisch zubereitet, VEGAN (!) und sehr, sehr lecker. Mein Freund entschied sich für ein (unveganes) Stück Pizzabrot für 4,50€. Die Zugspitze verwendet größtenteils Produkte aus heimischem Bio-Anbau und ist gleichzeitig auch ein Hotel sowie Seminar- und Veranstaltungshaus.
Da Restaurants dieser Art hier wahrlich spärlich gesät sind, freue ich mich darauf die Zugspitze hoffentlich bald mal auch vor Ort besuchen zu können.

Und da ich schneller als ich reagieren konnte für eine Studentin gehalten wurde (hach), bin ich sogar um den Eintritt von 5€ herum gekommen;-)




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