Freitag, 10. August 2012

Veganes Aprikosen-Mascarpone-Schichtdessert.

Schichtdessert klingt eigentlich viel zu konservativ und langweilig für diesen grandiosen Nachtisch;-)

In der Köstlich Vegetarisch bin ich auf ein Rezept gestoßen, dass sofort "Mach.Mich.Nach!" schrie. Gesagt, getan. Ich habe allerdings "die Ecke gerade gebogen" und die Tiere geschont, spricht das ganze ohne Alkohol und in vegan nachgebaut. 




Gar nicht so leicht, denn einer der Hauptbestandteile des Rezeptes war Mascarpone. Da ich in einer kleinen Stadt ohne Bioladen lebe, konnte ich Seidentofu und Co. gepflegt vergessen. Nach einiger Recherche bekam ich allerdings auf Facebook einen super Tipp und das Projekt war gerettet;-)
Die Menge des wunderbaren Aprikosen-Schicht-Desserts reicht  für zwei große Naschkatzen.


Für das Aprikosenpüree benötigt ihr:
  • Ca. 6 Aprikosen (oder welche aus der Dose, dann benötigt ihr keinen Puderzucker)
  • 2 EL Puderzucker
  • 1-2 EL Zitronensaft
Für die "Mascarponecreme" hielt ich mich an das Rezept von Holger vom Maulwurfshügel. Sein Rezept ist so unübertroffen gut, dass ich da gar nicht weiter daran herum gedoktort habe. Tausend Dank für DEN Tipp!
  • 200 ml Sojadrink
  • 100 gr. Kokosfett (Palmin)
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 2 TL Zitronensaft
  • 2 EL Zucker
  • 2 Päckchen Sahnesteif
  • 1 Päckchen Vanillezucker
Der Boden bestand ursprünglich aus Amaretti, die mit Amaretto getränkt werden. Da diese allerdings aus Hühnereißweiß bestehen musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Ich entschied mich für die Karamellkekse von Lotus und beträufelte sie mit 2 Tropfen Bittermandelaroma.

So geht ihr vor:

Zuerst bereitet ihr die Creme zu, indem ihr das Kokosfett leicht verflüssigt und mit den restlichen Zutaten püriert. Das Ergebnis wurde bei mir wirklich unfassbar gut und lässt sich für X weitere Rezepte verwenden und/oder aromatisieren. Ich habe das Ganze dann über Nacht im Kühlschrank verwahrt. Da mein Kokosfett allerdings nicht komplett flüssig war hatte die Masse auch so schon eine gute Standfestigkeit. 

Die Aprikosen schneidet ihr kreuzförmig ein, übergießt sie mit kochendem Wasser, lasst sie 1 Minute ziehen, schreckt sie ab und häutet sie. Klingt fies, ist es auch. Nächstes Mal nehme ich Dosenfrüchte;-) Nachdem ihr die Aprikosen kleingeschnitten habt, vermengt ihr sie mit dem Puderzucker sowie dem Zitronensaft und püriert das Ganze sehr fein.

Die Kekse habe ich in einen Gefrierbeutel gefüllt und bin mit dem Nudelholz drüber. 

Danach schichtet ihr sie in ein Schälchen, beträufelt sie mit dem Bittermandelaroma und bedeckt das ganze mit der "Mascarponecreme". Darüber gebt ihr das Aprikosenpüree. Ich habe dem ganzen dann noch einige gehackte Pistazien aufgesetzt. 




Dieses Rezept lässt sich auch gut vorbereiten, da die "Mascarponecreme" nicht so feucht ist wie die echte und im Kühlschrank noch fester wird. Dadurch "matschen" die Kekskrümel nicht durch. Meine Portion sah nach über fünf Stunden im Kühlschrank noch genauso gut aus wie heute morgen;-)


Kommentare:

  1. o wow, das sieht so lecker aus! Diese Mascarpone, könnte man die auch als Schlagsahneersatz benutzen oder ist sie dafür zu fest?
    Liebe Grüße
    Iris

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    1. Hallo Iris,

      ich habe die Creme ja sehr kalt, direkt aus dem Kühlschrank, verarbeitet. Ich denke aber, dass sie, wenn sie länger bei Zimmertemperatur steht, noch etwas weicher wird. Holger bezeichnet sie ja auch als Sahne-Alternative. Ob sie aber so locker-fluffig wie auf dem Kuchen wird kann ich noch nicht sagen. Müsste aber mit einem Spritzbeutel, etc. machbar sein.

      Liebe Grüße
      Kathrin

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  2. Das sieht wirklich total lecker aus!
    Ich liebe Aprikosenkompott und mach mir das oft mit Zimt, Kardamom und Vanille und esse dann morgens zu meinen Haferflocken oder auch einfach so zwischendurch. Ich könnte mir auch gut vorstellen eine Creme aus Soyatoo und etwas Seidentofu herzustellen, hast du das schon einmal probiert? Das wäre zumindest etwas kalorienärmer :)

    Liebe Grüße
    Heike

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    1. Hallo Heike,

      das wäre im Prinzip sicher möglich. Aber ich wollte bewusste für das Rezept nichts bestellen. Jede/r sollte es zu (fast) jeder Zeit nachmachen können. In meinem Wohnort bekomme ich zum Beispiel keinen Seidentofu.

      Liebe Grüße
      Kathrin

      P.S.: Nächstes Mal werde ich auf alle Fälle mehr Kompott kochen und dann auch mal deinen Tipp zum Frühstück versuchen;-)

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  3. Ooooohhhhhh! Das muss ich auch haben. Zack - ausgedruckt. Gleich morgen kaufe ich dafür Material ein und heute werde ich vorbeugend eine Runde Sport mehr machen. Danke für das Rezept. Liebe Grüße

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