Dienstag, 31. Juli 2012

Hamburg meine Perle.

Letzte Woche war ich mal wieder in einer meiner Lieblingsstädte unterwegs: Hamburg. 

Unser erster Anlaufpunkt war die Hafencity, die mich positiv überrascht hat. Ich mag die Melange zwischen den alten, Geschichte atmenden Speicher und modernen Gebäuden mit klaren Strukturen. Als nettes Detail empfinde ich die Namensgebung der Orte. So sind alle Plätze nach Entdeckern benannt (z.B. Columbus, Vasco da Gama u.a.) und die Brücken tragen so klangvolle Namen wie "Mahadma Ghandi-Brücke".
Der Wohn- und Büroraum ist sicherlich unbezahlbar, wer direkt an der Waterkant sein Office hat, kann von sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass er es geschafft hat. Zumal er oder sie höchstwahrscheinlich noch auf de Elbphilharmonie guckt. 
Fotos habe ich leider keine gemacht, aber das Schönste war für mich eh der Geruch. Ich bin ein Kind des Meeres und in der Hafencity kann man es schon erahnen. Es liegt ein leichter Duft von Algen und Salz in der Luft und ab und an hört man auch eine Möwe schreien;-)
Ich bin gespannt, wie sich das Areal entwickeln wird. Die Schilder der Bauunternehmen versprachen einiges (Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung, Elbpassagen...).

Und noch ein Geruch zog uns in seinen Bann: Der von Kaffee.
Schon lange wollte ich mal in die Kaffeerösterei in die Speicherstadt und endlich war es soweit. Dort gibt es Kaffee aus aller Welt, Kuchen und in regelmäßigen Abständen wird vor Ort live geröstet. Wir entschieden uns für die beiden wohl teuersten Kaffees der Welt. 


Den Kopi Luwak, auch Katzenkaffee genannt, und Jamaica Blue Mountain. Letzterer für mich. Ich möchte nie wieder anderen Kaffee trinken. Bei knapp 38 € pro 250 gr. allerdings ein Ding der Unmöglichkeit ;-) Ich trinke erst seit einigen Jahren Kaffee und wenn, dann auch nur mit viel Zucker. Diese Köstlichkeit ("blumig-nussig) hingegen konnte ich ohne jedes Süßungsmittel angenehm trinken. So ausgewogen, mild und einfach lecker war er. Meine Begleitung zog den deutlich kräftigeren Kopi Luwak ("würzig-schokoladig") vor. Wir wollten sie zumindest einmal gekostet haben. Und es lohnt sich!

Im Anschluss wurde die Grindelallee auf und ab flaniert, bei Pappnase, zweitausendeins und Andere Welten gestöbert und im Balutschistan geschlemmt.


"Mache den Anfang mit dem Anfang, sagte der König ernst, und lies weiter, bis zu ans Ende kommst, dort höre auf."
Alice im Wunderland, 1865


Bei meinem zweiten Besuch in der Hansestadt ging es in die Kunsthalle in der gerade die Ausstellung "Alice im Wunderland der Kunst" zu sehen ist. Leider hat sie mich nicht so überzeugt wie erhofft. Mir fehlte der rote Faden. Wenn an einer Ausstellung die Erklärungen an der Wand interessanter sind als die Exponate, ist das wohl kein gutes Zeichen. DIE habe ich mir nämlich in epischer Breite durchgelesen, an einigen Ausstellungsstücken ging ich vorbei. Einzig die Fotos der drei Töchter, die Lewis Carroll zu seinen Romanen inspirierte, sowie Ausschnitte aus den allerersten "Alice"-Verfilmungen fand ich wirklich sehenswert. Nennt mich Kulturbanausin!


"Just as if some one was kissing the window 
all over outside"

Im Anschluss waren wir im Waku Waku hinterm Rathaus essen. Der Laden versteht sich als gesundes Fast-Food-Restaurant, da dort nur Bio-Lebensmittel verwendet werden, diese jedoch schnell im WOK zubereitet werden. Ich aß das "Feel Good Stew" (Thai-Kokossuppe mit Gemüse und Koriander), meine Begleitung Teriyaki-Tofu. Die Karte ist sehr fleischlastig, allerdings lassen sich sehr viele Gerichte vegetarisieren, bzw. veganisieren. Das Essen war sehr heiß (Pluspunkt, brachte aber eine verbrannte Zunge meinerseits mit sich), preislich okay und schmeckte gut. Es war in meinen Augen nicht so überragend, als das ich dort öfter essen gehen würde. Zumal der Laden auf uns einen eher ungemütlichen Eindruck machte. Meine Begleitung nannte es "generisch". Man merkt ihm an, dass er einer Art Kette entspringt und sollte keine Abneigung gegen die Farbe Lila haben. Wenn man aber schnell und preisgünstig biologisch essen möchte, dann würde ich das Waku Waku in der Schauenburger Straße 55-57 auf alle Fälle weiterempfehlen. Halt, stop! Einmal müssen wir auf alle Fälle noch hin. Wir waren beide so satt, dass wir den Nachtisch ausfallen lassen mussten. Im Nachhinein haben wir uns geärgert. Kokosmilchreis mit Cassis und Ananas klingt doch zu verführerisch.

(Foto gibt es nicht. Wie immer dachte Kathrin daran erst, als der Teller nicht mehr schön aussah....)

Danach schlenderten wir noch ein bisschen an der Alter entlang und stießen auf eine Filiale von Scotch & Soda. Dabei konnte ich nicht an diesem Oberteil vorbei. Das Foto wird dem Original in keiner Weise gerecht. Das Shirt ist wunderschön nachtblau, kurzärmelig, etwas legerer geschnitten und hat leicht transparente, lurex-durchwirkte Streifen <3 Hier kann man es etwas besser sehen. 




Den krönenden Abschluss bildete die Batman-Premiere im Streits. Es war voll, es war laut und es war englisch. Herrlich. Toller Film, trotz der Länge (ohne Pause!). Ich habe mich keine Minute gelangweilt und dauerhaft mitgefiebert.


P.S.: In diesem Text befinden sich zwei Links mit musikalischer Untermalung. Ich entschuldige mich jetzt schon dafür. Es scheint immer noch Menschen zu geben, die nicht wissen, wie uncool das eigentlich ist.

Kommentare:

  1. Die Flasche ist wirklich toll :) also ich liebe sie jetzt schon und schleppe sie wirklich überall mit hin. Das Gewicht ist auch nicht so krass, wie man denkt, wenn man zuerst etwas von einer Glaschflasche liest.

    Ich war Heute bis 14uhr auf der Arbeit ;) Wahrscheinlich ward ihr danach da, oder?

    Liebste Grüße

    Julia

    AntwortenLöschen
  2. Ja, wir waren später da.

    Liebe Grüße zurück.

    Kathrin

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.