Dienstag, 26. Juni 2012

Wer hat die Kokosnuss geklaut? - Ein sommerlicher Allrounder.

In letzter Zeit hat sich die Nuss mit dem Südseeflair immer mehr in meine Wohnung geschlichen. Kaum ein Naturprodukt ist so vielseitig wie die Frucht der Kokospalme.
Egal ob in Küche, Wohnzimmer oder Bad: Die Einsatzgebiete sind vielseitig.

Bislang lag der Schwerpunkt der Nutzung bei mir jedoch ganz klar im kosmetischen Bereich. Ob als Körperöl, Deo, Leave-In für die Haare oder Seife, die Kokosnuss war immer irgendwie dabei.

Es wird zwischen nativem und raffiniertem Kokosöl unterschieden. Natives ist weiß bis gelblich und duftet mild nach Kokos. Raffiniertes Öl ist weiß und nahezu geruchsneutral. Häufig wird es als Speisefett (z.B. Palmin) eingesetzt.
Das native Öl der Nuss wird gerne in der Naturkosmetik eingesetzt und wirkt feuchtigkeitsspendend und leicht kühlend, so dass es oft in After Sun Produkten verarbeitet wird. Es schmilzt bei Hautkontakt (ab ca. 25°C) und verteilt sich sehr gut, wodurch es auch in Bodybutter (z.B. im Body Melt von Tropicai), Lippenpflegestiften und Co. Verwendung findet.






Kokosöl dringt nicht sehr tief in die Haut ein und hinterlässt ein glattes, trocken-samtiges Hautgefühl.  Da es sich um ein sogenanntes „trockenes Öl“ handelt, eignet es sich sehr gut als Haarkur über Nacht. Das Kissen bleibt weitestgehend sauber;-). Hierbei ist zu beachten, dass Öl – wie alle Öle – nur auf das feuchte Haare, bzw. den feuchten Körper zu geben, da ansonsten Feuchtigkeit fehlt. Öl alleine reicht zur Pflege nicht aus, kann auf Dauer sogar austrocknen!
Das Öl der Kokosnuss eignet sich vor allem für trockene, gereizte Haut und kann komedogen (porenverstopfend) wirken, so dass bei Misch- und fettiger Haut auf eine leichtere Alternative zurückgegriffen werden sollte.
Ich selbst habe auch sehr gute Erfahrungen mit Kokosöl als Deodorant gemacht. Hierbei kommt es allerdings stark auf die eigene Hautchemie an. Bei manchen Menschen reicht das einfache Anwenden von Kokosöl, andere müssen etwas Natron hinzufügen, um den geruchsbildenen Bakterien Herr zu werden. Wenn man seine persönliche Mischung gefunden hat leistet das Deo jedoch – zumindest bei Temperaturen unter 30 Grad - ganze Arbeit, so dass eventuell sogar auf Aluminium und Konsorten verzichtet werden kann.


Seit einiger Zeit hält die Kokosnuss aber auch in meiner Küche immer mehr Einzug.
Lange schon koche ich regelmäßig mit Kokosmilch, seit kurzen verwende ich nun auch Kokosblütenzucker und nasche hin und wieder die grandiosen gerösteten süßen Kokoschips von Dr. Goerg oder den Paradiso-Konfekt von Govinda. Zumindest letztere sind allerdings gewiss hüftgoldverdächig, so dass ich sie nur in homöopathischen Dosen genießen. Dafür sorgt allein auch schon der Preis.


Ab und an gönne ich mir auch mal Kokoswasser, was herrlich durstlöschend und erfrischend ist. Kokosmilch als solches existiert nämlich nicht. Vielmehr handelt es sich um fein pürierte Kokosraspeln, vermengt mit Wasser.

Vor allem im Sommer ist auch der Duft der harten Nuss wieder überall präsent. Steht er doch für Sonne, Strand, gebräunte Haut und leckere Cocktails. Inwieweit der Duft hierbei authentisch und vor allem natürlich eingefangen wurde sei dahingestellt. Lecker riecht er trotzdem. In Maßen. Ich finde nämlich, dass man sich gerade an Kokos – wie auch bei vielen anderen sogenannten Gourmand-Düften  - schnell „überriechen“ kann. Hier macht es, wie immer bei Düften, die richtige Dosis. Oft reicht da schon eine wohlriechende Bodylotion.


Und zu guter Letzt lässt sich auch die Faser der Kokosnussschale verarbeiten, zum Beispiel zu Matten und Teppichen. Die schlecht verspinnbaren Fasern der hochreifen Früchte werden zur Wärmedämmung und als Polsterfüllung verwendet. Neuerdings werden sie auch als torffreie Erdalternative für Pflanzen angeboten.

Ihr seht: Die Kokosnuss ist eine wahre Alleskönnerin.  

Kommentare:

  1. Hallo,
    hast du Erfahrungen mit dem Kokosöl von Logona? Ich habe eines hier von der Ölmühle Solling und das riecht nach dem auftragen immer sehr ranzig. Mich erinnert es eher an etwas eckeliges. Und ich hätte doch so gerne einen tollen Kokosduft auf meiner Haut.

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  2. Ja, eine guter Post, die Kokosnuß ist wirklich ein Allround-Talent! Ich benutze Kokosprodukte auch sowohl zu kosmetischen als auch zu Essenszwecken. Und bin begeistert.
    Liebe Grüße
    Iris

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  3. Hallo Cherry,

    ich habe das Logona Öl bisher meist nur für die Haare verwendet. Allerdings ist es nach Deklaration auch für die Hautpflege geeignet.
    Es riecht sehr angenehm nach Kokos, man muss aber fairerweise sagen, dass zusätzlich ätherische Öle zugefügt wurden.

    Hier die Incis:
    Kokosöl, Mischung ätherischer Öle, Vitamin E.

    Interessanterweise steht aber zweimal sehr deutlich auf der Packung: "Reines Kokosöl". Kann man nun interpretieren wie man will. Ich vertrage es sehr gut. Und würde es auf alle Fälle weiterempfehlen. Ist schon meine zweite Dose.

    @Iris: Freut mich, dass du auch so gute Erfahrungen mit dem Öl machst:-)

    Liebe Grüße
    Kathrin

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  4. Danke dir. Das werde ich dann mal ausprobieren.

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  5. Habe jetzt nicht das von Logona sondern von Vitaquell gekauft. Das ist ohne ätherische Öle. Und ich bin restlos begeistert. Habe es bisher nur auf der Haut benutzt. Da ich trockene Haut habe creme ich mich nach dem duschen ein und meine Haut dankt es mir. Heute abend werde ich es mal in den Haaren ausprobieren.

    Mein Freund war erst etwas irritiert weil die Dose im Bad stand. Er dachte ich brauche es als Topping für die veganen Cupcakes und hat es in die Küche gestellt:))

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  6. Bei mir hat die Kokosnuss bisher nur als Nahrungsmittel Einzug gefunden, ich liebe Kokosmilch schon seit längerem für exotische Speisen und auch die Kokosnuss selbst esse ab und zu sehr gern. Zu starken Kokosgeschmack mag ich allerdings nicht, vor allem nicht in Süßem, wo mich auch die faserigen Kokosraspeln stören. ;)

    Wollte mir aber auch demnächst mal Kokosöl zum Eincremen kaufen (wobei ich mir geschworen habe zuerst alle anderen Bodylotions aufzubrauchen, typisch Frau, zu viel Kram...), eine Freundin hatte es da und auch als Lippenpflege ist's lecker. ;)

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