Montag, 7. Mai 2012

DIY: Löwenzahnhonig

DAS Rezept für alle, die sich vegan ernähren, aber nicht auf Honig verzichten möchten. Oder viel Löwenzahn im Garten haben. Oder einfach viel, viel Zeit.




Seit einigen Jahren ist es gute Tradition bei mir, dass ich mich mit einem Jutebeutel bewaffnet aufmache und Löwenzahnblüten sammle. Daraus stelle ich dann Löwenzahnhonig her. Sehr simpel und wirklich äußerst deliziös. Und so geht's:

Für gut  4 Gläser braucht ihr:

  • 3 Doppelhände voll Löwenzahnblüten
  • 1 kg Zucker
  • 1-2 Zitronen in Bioqualität (Ihr braucht auch die Schalen)
  • 1 Liter Wasser.

Ich mache den Honig meist in der langen Prozedur, er ist mir aber auch schon mit deutlich weniger Ziehzeit gelungen.

Man puhle die gelben Blütenblätter aus den Blüten heraus. Hierfür müssen diese frisch gepflückt und NICHT gewaschen sein. Sind die Blüten alt oder nass schließen sie sich und das Puhlen wird unmöglich. Etwaige kleine, schwarze Mitbewohner verkrümeln sich beim Puhlen meist recht schnell, keine Sorge.

Die gelben Blütenblätter gebt ihr nun in einen Topf und übergießt sie mit einem Liter Wasser. Das Gemisch muss anschließend gut 2 Stunden ziehen. Nun kocht ihr das Ganze kurz auf und lasst es dann abkühlen und über Nacht nochmal durchziehen.

Am nächsten Tag seiht ihr die Flüssigkeit durch ein gröberes Küchentuch ab und drückt dieses gut aus. In den Saft gebt ihr nun die Schale, den Saft der Zitrone(n) und den Zucker. Kocht die Masse einmal auf und lasst sie dann bei schwacher Hitze köcheln bis sie zäh wird. Das kann einige Stunden dauern! Ich mache meistens schon nach 1-2 Stunden den "Tellertest" und gebe einen Tropfen der Flüssigkeit auf einen kalten Teller. Kühlt dieser ab seht ihr am besten, ob der Honig schon zähflüssig ist. Das fertige Produkt sollte die Konsistent von Waldhonig haben, also noch leicht flüssig sein. 




Der Löwenzahnhonig kann wie normaler Honig verwendet werden. Er schmeckt hervorragend auf Brot, in Tee oder über Pfannkuchen.


Gutes Gelingen 
Guten Appetit!


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