Dienstag, 14. Februar 2012

peaceBOMB Armreifen von Article 22. Buy back the bombs!

Zwischen 1964 und 1973 warf die US Armee 250-260 Millionen Bomben über Laos ab. Das entspricht einem B 52 Bomber voll tödlicher Geschosse alle 8 Minuten. 24 Stunden am Tag. 9 Jahre lang.

Zwei Jahre später schon begannen Menschen aus den überall im Land verstreuten Metallresten der Patronen, Geschosse und Bomben des Krieges Löffel zu schmelzen. Sie versuchten dem Schicksal ihres Landes eine positive, konstruktive Wendung zu geben. Im Jahr 2010 hat die Firma Article 22 zusammen mit laotischen Künstlern und dem RISE Projekt der Schweizer NGO Helvetas das Projekt PeaceBOMB ins Leben gerufen. 
Diesem Projekt entspringt die schöne Idee aus dem militärischen Müll Schmuck, wie zum Beispiel Armreifen zu formen. Durch den Kauf dieser Stücke werden sowohl lokale Arbeiter und Künstler vor Ort unterstützt, als auch ein von Article 22 und Rise co-gemanagter Fund. 




Vor zwei Wochen habe also auch ich zwei dieser Stücke erstanden, stehen sie doch für Kreativität, Resilienz, Kollaboration und "Nach vorne blicken". Für mich zeitlose Kunst, die mit einer puristischen Schönheit besticht und mich immer wieder daran erinnert, wie unsinnig und grausam Kriege sind. Und wie man aus etwas so furchtbarem noch einen Nutzen für die Gesellschaft ziehen kann.
Wie sangen schon die Ärzte? "Friedenspanzer...."

Die Reifen kosten pro Stück um 16 Dollar und bestehen aus leichtem Aluminium. Der Versand dauerte trotz Zollkontrolle nur 14 Tage.

Kommentare:

  1. ohh ja mehr als cool. ich bin auch schon kurz davor zu bestellen.

    AntwortenLöschen
  2. Oh wie wunderbar. Irgendwie hat mich das Gelesene gerade total berührt. Und darüber hinaus sind sie zwar schlicht aber sehr schön. Toll, dass du darauf aufmerksam gemacht hast.

    lg Sa brina

    AntwortenLöschen
  3. Die hab ich mir vor einer Weile auch schon einmal angesehen und finde die Idee dahinter wundervoll. Wenn ich mal wieder etwas Geld übrig habe, kauf ich mir glaube ich auch so einen Armreifen :)

    AntwortenLöschen
  4. Fand die Idee auch großartig, als ich davon zum ersten Mal gehört hatte, bin aber mittlerweile etwas skeptischer...War nämlich in Laos und da haben wir gesehen, dass besonders Kinder schreckliche Verletzungen erleiden oder umkommen, weil sie nach den alten Bombenteilen suchen, die sie für etwas Geld verkaufen können...Aber durch solche Projekte wird das doch dann eigentlich unterstützt?!

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Vera,

    deine Anmerkungen kreisen mir seit Tagen ein bisschen im Kopf herum. Ich habe mal direkt bei article22 nachgehakt und werde euch informieren sobald ich eine Antwort habe.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    AntwortenLöschen
  6. Ihr Lieben,

    heute Nacht noch habe ich eine Antwort von article22 bekommen. Hier ist sie:

    "Hi Kathrin,

    The artisans we work with have been transforming scrap aluminum ("war" and "non-war") into spoons since the 1970s. Our partner, the RISE Project of Swiss NGO, Helvetas, has been doing development work around sustainable energy and income generation in this village for 5 years. Realizing that income from the sale of spoons has been critical to these subsistence farmer-artisans for the past 40 years, RISE began to collaborate with Mines Advisory Group to conduct safety and education trainings with artisans.

    RISE has presented the spoon/bracelet project in different forums in Laos including meetings organized by the Cluster Munitions Coalition where all UXO stakeholders convened in Vientiane in November 2010. In Buying Back the Bombs, we show the convention where where Naphia artisans created a kiln in an official tent to demonstrate the spoon making process and where conference delegates purchased bracelets. The presence of the artisans helped attract even more attention to the issue of scrap collection, its multiple sides, and need for experts to help make it safer for all stakeholders involved.

    It is because of RISE and ARTICLE 22's involvement in the spoon making village that the issues around scrap metal collection are being discussed and active steps are taken to educate individuals against risky behavior at every part of the scrap metal collection chain. MAG Community Liasons identify stakeholders, increase educational outreach, set standards, and build consensus among artisans and traders about what metal is safe and what metal should never be touched.

    We are making progress. In fact, I am off to Laos in April to work with MAG further on the scrap metal project. Stay tuned. I hope to make another short film about this.

    All that said, artisans use a mix of aluminum scrap metal that includes non-bomb war metal (i.e. gun parts, larger pieces of vehicles or jet planes) and non-war scrap (e.g. the occasional car muffler). The mix of non-war and war scrap metal is noted on the story card that accompanies each bracelet and Learn More page of the website.

    Many thanks for your support wearing and sharing the story. Please let me know if you have any questions.

    Best,
    Elizabeth


    Elizabeth Suda
    Founder"

    AntwortenLöschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.