Mittwoch, 9. November 2011

DIY: Vegan schmeckt doch! Oder: Kinder sind die schärfsten Kritiker

Wie einige von euch vielleicht mitbekommen haben, hatte ich letzte Woche Geburtstag. Bei uns in der Einrichtung ist es Sitte, dass in den Hortgruppen (eine von ihnen betreue ich zur Zeit) immer mittwochs "Geburtstagsfeiertag" ist. Also war ich heute dran.


Nun sind sind Sechs- bis Zehnjährige als ziemlich krüsch bekannt. Was also zaubern was allen schmeckt und vor allem auch für 17 Münder (plus zwei Erziehernaschkatzen) reicht? Und wie bringe ich den Kuchen sturz- und bruchfrei mit dem Rad in die gut 1,5 km entfernte KiTa? Ich entschied mich wagemutig für einen veganen Blechkuchen. Wagemutig deshalb, weil schon mein Fleischverzicht bei der Mehrheit auf völliges Unverständnis stößt. Bei Alt wie Jung.

Nachdem ich gestern abend auch noch spät zu Hause war, stellte ich mich gegen 21.30 Uhr in die Küche und betete. Zum Glück war der Kuchen so supersimpel zu machen, dass im Grunde nichts schiefgehen konnte. Also habe ich die Truppe heute mit einem Kuchen überrascht, der auf den ersten Blick schonmal zumindest wie einer aussah. (Wenn auch wirklich unspektakulär.) Erste Hürde genommen!
Ich hatte bewusst vorher NICHT erzählt was die Besonderheit bei diesem Kunstwerk war. Krüsch, wie gesagt...



Und was soll ich sagen? Das Blech hat nicht gereicht. Alle wollten ein zweites Stück haben. Leider konnte ich nicht allen diesen Wunsch erfüllen, aber ich habe ja noch das Rezept;-)

Kommentar meiner Kollegin: "Oh, der ist lecker. Den kann man bestimmt auch mit Quark machen, oder?" Öhm, ja. Bestimmt...

Hier das Rezept. Es ist der typische vegane Standard-Nusskuchen:

300 gr. Mehl 
250 ml Soja-Reisdrink
200 gr. Rohrohrzucker
150 gr. Sonnenblumenöl (Margerine würde sicherlich auch gehen)
1 Pk. Backpulver
1 Pk. Vanillezucker
1 gute Handvoll kleingehackte Walnüsse (ging leichter als befürchtet)
2 Tütchen Zartbitter-Kuchenglasur

Alle Zutaten mit dem Mixer vermischen, auf ein Backblech streichen und bei 200°C 25 Minuten in das untere Drittel des Ofens schieben.
Kuchenglasur nach Angabe schmelzen und auf dem noch heißen Kuchen verteilen.


That's it. Kinderleicht, oder?
"Essensposts" werden aber dennoch sicherlich eine Ausnahme bleiben. Dafür kann ich einfach zu schlecht kochen. Und backen^^

Kommentare:

  1. ich musste grad gucken was "krüsch" heißt, den ausdruck kannte ich gar nicht ^^
    hat der kuchen einen besonderen namen (schoko-walnuss?) oder einfach nur "blechkuchen"?

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  2. Hmmmm, muß ich auch mal ausprobieren. Ich hab leider auch immer viel zu wenig Zeit zum Backen.

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  3. Guten Morgen ihr Beiden,

    ich würde ihn tatsächlich Schoko-Walnuss-Kuchen nennen. Wobei das Rezept sicherlich super zu pimpen ist. Mit Marzipan, veganen Bunties, etc... Gelingt bestimmt auch als Kasten- oder Springformkuchen.

    "Krüsch" ist höchstwahrscheinlich typisch norddeutsch, oder?^^

    Lieben Gruß
    Kathrin

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  4. erstmal glückwunsch nachträglich :)

    .... und ich hab auch schon mal veganen Kuchen gebacken -> und generell die Erfahrung gemacht, dass ein Mini-Schuss Essig das ganze noch besser macht!

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  5. Vielen Dank:-)

    Essig? Das klingt spannend, hab ich noch nie gehört. Was genau macht der? Was am Geschmack oder der Konsistenz? Werde ich mal ausprobieren. Danke für den Tipp.

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