Montag, 7. November 2011

Mein Frühstück und ich.

Ich habe mich heute morgen das erste Mal seit langem wieder an einen Smoothie gewagt. 
Aus Ermangelung an "vernünftigen" Zutaten wurde es ein schnöder Bananendrink. Und das, obwohl ich Bananen eigentlich gar nicht mag ("Maaamaaa, die werden immer mehr im Mund!").

Dabei sind mir folgende Dinge aufgefallen:

Ich brauche mein Frühstück. Das war schon immer so. "Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettler." Jau, das ist mein Ding. 
Mit dem Alter und der Fähigkeit - oder dem Fluch - diverse Fachbücher, Frauenzeitschriften und Internetberichte zu lesen kamen dann die Zweifel. Da hieß es im Ayurveda: "Nutze die Verdauungsgeschwindigkeit der Nacht und bremse sie erst möglichst spät mit einem Frühstück. Lasse den Körper noch etwas "an sich knabbern"."
Oder: "Wer morgens isst, kurbelt den Stoffwechsel so an, dass man über den Tag hinweg immer Hunger hat. Wer morgens erst gegen 11 Uhr isst, hat ein deutlich weniger ausgeprägtes Hungergefühl."
An anderer Stelle hieß es dann wieder: "Morgen muss gegessen werden, nehme möglichst den größen Teil deiner Tageskaloriens früh zu dir, umso weniger isst du später."

Ich war verwirrt und probierte alles irgendwie, irgendwann mal aus. Dazu ist zu sagen, dass ich auto- und führerscheinlos bin. Das heißt, dass ich alle Wege mit dem Rad zurück lege. Und da spielt meine morgendliche Ernährung ganz offensichtlich eine große Rolle:

Esse ich nichts, bzw. erst auf der Arbeit habe ich das Gefühl kaum vorwärts zu kommen. Wenn dann noch Gegenwind herrscht: Kathrin in Not.
Esse ich ein bisschen was - mein Standardfrühstück besteht aus Cerealien oder Toast mit Marmelade - geht's schon gleich viel besser. Einbildung kann eigentlich vernachlässigt werden, da mir diese Zusammenhänge sehr spät erst aufgefallen sind.
Trinke ich dazu noch einen Kaffee geht's mir gut. Für ca. 2-3 Stunden und dann knicke ich ein. Mindestens der nächste Kaffee muss dann her, oft knurrt jedoch auch schon mein Magen gewaltig.

Nun bin ich neulich verstärkt auf Infos über Bananen gestoßen. Ja, sie sind gesund. Ja, sie machen satt. Ja, sie stopfen. Aber ja, sie schmeckten mir bisher nie wirklich.
 Ich las, dass sie ein prima Kaffeeersatz wären. Noch so eine Sucht, die ich mir - zugegebenermaßen SEHR spät - angelacht habe und die ich eigentlich beenden will. Wichtig sei die Bananen schon sehr braun, also (über)reif zu essen. Esse man sie grün-gelb, würde man nur Stärke und kaum sekundäre Pflanzenstoffe zu sich nehmen.

Tja, und was soll ich sagen? Nach meinem Smoothie heute morgen, noch völlig erschlagen und schlafwandelnd wie immer am Montagmorgen, verspürte ich nach gut 5 Minuten einen wirklichen Energieschub. Ich war plötzlich hellwach. Und ziemlich schnell ziemlich satt. Naja, klar. Einbildung. Gerade wir "Ernährungsspezialisten" haben ja oft ein extrem gutes Körpergefühl (oder meinen zumindest eines zu haben) und reagieren immer sofort auf alles.

Ein sehr sicheres Indiz ist immer der Schwung auf's Rad. Ich kann noch so gut drauf sein morgens, wenn ich nichts im Magen habe wird das nichts. Ich komme völlig ausser Atem und schweissgebadet auf der Arbeit an.
Heute war dem nichts so. Mein Körper schien auf Hochtouren zu laufen. Nahezu beschwingt radelte ich leicht bergauf. Ich mag es nicht beschreien, aber ich glaube an dem "Smoothieding" ist was dran;-)
Das Ganze macht mich für mindestens 4 1/2 Stunden wirklich satt. Und ich habe den ganzen Tag keinen einzigen Kaffee getrunken! 

Achja, ich mixte übrigens 2 Banane, eine Prise Vanillepulver (sauteuer, aber jeden Cent wert) und etwas Agavendicksaft. Verdünnt habe ich mit etwas Wasser. Morgen versuche ich es noch zusätzlich mit Datteln.

Und leider wurde mir beim Gebrauch meiner alten Philips-Maschine wieder bewusst, wie sehr ich einen Vitamix brauche. Ich brauche ewig viel Material, um ein vernünftiges Mixergebnis zu bekommen. Die Messer sind einfach zu weit oben angebracht. Leider führt das dazu, dass ich oft etwas wegkippen muss, weil es für mich alleine und aufeinmal zuviel ist. Auch brauchte der Smoothie relativ lange, bis alles gut vermixt war.

Naja, sollte ich mal 700€ übrig haben....

Kommentare:

  1. Das ist auch meine Wunschinvestition, wenn ich mal Geld unter der Matratze finde ;-) Sehr unrealistisch, leider.

    Finde ich klasse, dass der Smoothie bei dir so viel gebracht hat. Ich hab es mal eine Zeit lang mit einem Smoothie mittags versucht, aber der hielt nie lange. Vielleicht muss ich also auch mal den Frühstückstest machen.
    Ich muss auf jeden Fall auch morgens immer was im Bauch haben, sonst geht nix.

    Liebe Grüße,
    Faserpiratin

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  2. Ich esse - vor allem jetzt in der kalten Jahreszeit - morgens gern Haferschleim mit Bananenmatsche. Das schmeckt toll und mir tut die warme Speise am Morgen so richtig gut. :)

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  3. Ich merke, dass ich für reine Rohkost nicht gemacht bin. Laut Ayurveda bin ich jemand der entweder eiskalt oder kochendheiß essen muss/will. Und das merke ich. Ich habe mich mit dem Konzept noch nicht wirklich auseinandersetzt und halte von sowas eigentlich auch nichts. Ich esse was mir gefällt. Aber das war bisher das, was mich am ehesten traf. Wenn ich mittags nicht warm esse, gehe ich ein.
    So gerne ich es anders hätte. Aber schon lauwarme Suppen machen mich wahnsinnig^^

    Viele Grüße zurück;-)

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  4. Hihi, da sind wir uns sehr ähnlich liebe Kathrin *lach*

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  5. Mit Porridge und dergleichen habe ich es auch mal versucht. Eigentlich erfolgreich. Nur fehlt mir dazu morgens meistens die Zeit. Ich bin Langschläfer und "Auf den letzten Drücker"-Aufsteher*hust*

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  6. Porridge ist klasse im Herbst <3
    Wie kriege ich denn raus, was ich laut Ayurveda essen soll?

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  7. Hm, ich habe mein Halbwissen durch ein bestimmtes Forum, persönlicher "Gespräche" und ein bisschen Internetrecherche gewonnen. Zuerst einmal hilft ne Dosha-Bestimmung. Eine komplette, supergute sollte man bei einer Ayurvedaberaterin machen. Aber auch Onlinetest waren bei mir schon sehr eindeutig. Einfach mal googeln. Da gibt es HUNDERTE Infos zu.

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  8. Ich brauche mein Frühstück auch. Ohne geht nicht. Dafür stehe ich meistens auch eine Stunde bevor ich das Haus verlassen muss auf. Ich hasse Hektik am Morgen. Auf dem Weg zur Uni was zwischen die Zähne stopfen, nein danke.
    Jetzt in der kälteren Jahreszeit habe ich das Gefühl, dass mindestens ein Mal am Tag ein warmes Essen sein muss. Im Sommer brauche ich das nicht. Aber jetzt mache ich mir manchmal Abends noch die Reste vom Mittag warm oder eine Suppe. Mein übliches Abendbrot besteht aus belegten Broten und auf Dauer bringt mir das keinen Spaß mehr.
    Ich kann übrigens auch keine Bananen leiden. Als Kind musste ich die immerzu in Breiform essen und habe sie einfach übergegessen. Wenn ich mal eine esse muss ich wirklich Hunger darauf haben. Das ist so ein Mal im Jahr der Fall ;-)

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